ALBATROS – Änderung der Großsegel-Winde

15. April 2010 Kommentare

Nach gründlicher Überlegung und einigen Versuchen im Trockendock habe ich mich entschlossen, das Windensystem des Großsegels nochmals zu ändern.

gswinde-002

Die Federspule - Kernstück der Änderung.

Das Kettensystem wurde komplett ersetzt. An den beiden Winden wurden an Stelle der Kettenräder gleichgroße einfache Trommeln montiert, die ich aus Autofelgen gefertigt habe.

An den Mitnehmern wurden die Schrauben abgelötet und durch Laschen ersetzt.

Die Perry-Federspulen stellen sicher, dass die Schnüre auf den Trommeln immer unter leichter Spannung stehen und nicht abspringen können. Diese Federspulen kennt man auch vom Skisport: Der Skipass wird damit immer verfügbar und griffbereit an der Kleidung fixiert. Sie sind mit unterschiedlichen Auszuglängen erhältlich.

Im Übrigen blieb das System erhalten: Von den Trommeln laufen Leinen zu den Mitnehmern. Diese werden von den Federspulen auf Spannung gehalten. Die Mitnehmer verschieben die Blockgleiter auf den Vierkant-Stäben (nach rechts) und holen so die Großschot dicht. Beim Fieren holt sich das Segel soviel Schot, wie von den Mitnehmern freigegeben wird.

Die Gegenüberstellung der Zeichnungen macht die Funktion deutlich.

Jetzt hoffe ich, dass sich das Bootchen endlich auf dem Wasser beweisen kann!

KategorienBauberichte, Der Bau
  1. Andreas
    19. Mai 2010, 16:06 | #1

    Ja, das Prinzip mit der „Federspule“ ist genial und von der Schepp-Aufrollautomatik bekannt, nur dass Letztere um einiges teurer ist. Ich als Flachländer habe ein wenig gebraucht um das Teil im WWW zu finden, deshalb für alle anderen Interessenten: die Google-Suche nach Federspulen findet eher ornitholigisch behaftete Suchergebnisse und nur Skipass suchen bringt einen auch nicht viel weiter. Mit „Ausweis-Jojo“ oder „Skipasshalter“ wird man schneller fündig ;-)

    • 19. Mai 2010, 17:23 | #2

      Hallo Andreas – Danke für den Hinweis!

      Grüsse Gerd