Gefederte Umlaufschot

31. Mai 2023 Kommentare

Vor ein paar Wochen ist mir ein neues Segelboot zugeflogen. Mein früherer ROBBE-Kollege hat die Seiten gewechselt und hat sich der Wasserfliegerei verschrieben. Da hatte er jetzt die etwa 20 Jahre alte ESTELLE „übrig“. So kam ich für kleines Geld zu einem weiteren Segler aus dem Hause ROBBE.

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Die Segel werden bei diesem Modell durch eine auf Deck laufende Umlaufschot angesteuert. Da diese nicht zu meiner Zufriedenheit funktionierte, habe ich sie erneuert. Dafür setzte ich gelbe Kevlarschnur ein, die extrem reißfest ist und bei Nässe weder schrumpft noch sich reckt. Die Umlaufschot besteht aus einem Stück Schnur, wird aber entsprechend ihren Aufgaben mit  Lastpart und Leerpart benannt. Die Fock- und Großschot ist aus weißem Polyestergarn.

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Die Beschriftung soll die Aufgabe der einzelnen Schnüre verdeutlichen.

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Das trickvolle an dieser Umlaufschot ist das Einsetzen der Zugfeder. Sie wird am Ende des Lastparts (dieses Teil zieht an ALLEN Schoten in die GLEICHE RICHTUNG) zusammen mit den Schoten an einem Federauge  eingeknotet.

Das zweite Federauge wird so in dem Leerpart verknotet, daß ein Stückchen Lose bleibt. Der Leerpart muß keine Kräfte aufnehmen und dient nur dazu, eine leichte Spannung in dem System zu halten. Desshalb muß auch keine starke Feder eingesetzt werden. Den Leerpart so an der Windentrommel verknoten, daß etwas Spannung in dem System bleibt. Wird jetzt am Leerpart gezogen, dann gibt die Feder solange nach, bis die Lose „verbraucht“ ist. Die Feder kann nicht überdehnt werden!!

Bei der ersten Erprobung hat das System fehlerfrei funktioniert!

 

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