Werkzeug zum Verpressen von Stahlwanten

9. März 2005 Gerd PDF-Version Kommentare

Bei fast allen größeren Modellen werden Stahlwanten benötigt. Die erforderlichen Augen werden in der Regel mit MS-Hülsen verpresst.

  1. Tipp: Die Hülsen so eng wie möglich wählen; drückt man sie vorher erst zu einem Oval, dann passen die beiden Stahllitzen viel früher durch. Man bekommt nicht so breite, unschöne Quetschstellen.
  2. Tipp: Die Wandstärke der Hülsen sollte etwa die Hälfte des Wantdurchmessers haben. (Want-D: 0,8mm – Wandstärke 0,4 mm) Bei zu geringer Wandstärke kann sich die Hülse und damit das Auge bei Belastung aufziehen.
  3. Tipp: Spezialzange selbst herstellen!


Eine geeignete Zange hat immer eine große, stabile Form, damit genügend Pressdruck erzeugt werden kann. Gemäß Foto wird sie mit gegenüberliegenden Rillen versehen. Diese lassen sich mit Geduld, einer kleinen Korundschleifscheibe und einer kleinen Bohr- oder Schleifmaschine in die Seiten der Zange schleifen. Für das Finish (Enddurchmesser) eignen sich auch feine Schleifstifte, wenn erstmal die Rohform der Rillen eingeschliffen ist. Selbstverständlich sollten die Rillen in der gleichen Richtung verlaufen! Je dichter die Rillen am Gelenk, desto höher die Presskraft! Der fertige Durchmesser sollte 2/3 des verwendeten Hülsendurchmessers nicht übersteigen! Unterschiedliche Hülsen erfordern unterschiedliche Rillen!

Der entscheidende Unterschied wird in den Fotos sichtbar: das untere Auge wurde herkömmlich gepresst. Mit der Spezialzange wirken die vier Kanten der Rillen auf die Hülse – sie wird in die Form eines gerundeten Vierecks gepresst. Sie behält beinahe ihre Grundform bei und hat sehr hoher Haltekraft!

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