{"id":1285,"date":"2008-12-28T15:29:49","date_gmt":"2008-12-28T14:29:49","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.minisail.com\/?p=1285"},"modified":"2017-03-17T21:24:06","modified_gmt":"2017-03-17T20:24:06","slug":"beschlagteile-vergolden","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.minisail.com\/?p=1285","title":{"rendered":"Vergolden von Beschlagteilen"},"content":{"rendered":"<p>\r\n<a href=\"http:\/\/www.minisail.com\/wp-content\/blogs.dir\/4\/files\/vergolden\/gold-019.jpg\" title=\"\" class=\"highslide\" onclick=\"return hs.expand(this, { slideshowGroup: 'singlepic1002' })\" >\r\n\t<img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic\" src=\"http:\/\/www.minisail.com\/wp-content\/blogs.dir\/4\/files\/cache\/1002__x_gold-019.jpg\" alt=\"gold-019.jpg\" title=\"gold-019.jpg\" \/>\r\n<\/a>\r\n<br \/>\nAuf der ALBATROS gab es ein paar Beschlagteile, die aus Messingbronze gegossen waren. Um diese in Messing nachzubauen waren einige L\u00f6tarbeiten n\u00f6tig. Die L\u00f6tstellen sollten aber nicht sichtbar bleiben. Au\u00dferdem wollte ich mir das l\u00e4stige Messingputzen ersparen, wie ich es von fr\u00fcheren Segelreisen her kannte. So kam ich auf die Idee, die entsprechenden Teile vergolden zu lassen.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDer Besuch beim Goldschmied war frustrierend: Die weich gel\u00f6teten Stellen w\u00fcrden das Gold nicht annehmen und sichtbar bleiben. Um dies zu verhindern m\u00fcsste erst verkupfert und vernickelt werden. Das konnte er aber nicht. Der Preis f\u00fcr diese Arbeiten war nach meinem Empfinden astronomisch und damit unerschwinglich.\r\n<div class=\"ngg-galleryoverview\" id=\"ngg-gallery-125-1285\">\r\n\r\n\r\n\t\r\n\t<!-- Thumbnails -->\r\n\t\t\r\n\t<div id=\"ngg-image-998\" class=\"ngg-gallery-thumbnail-box\"  >\r\n\t\t<div class=\"ngg-gallery-thumbnail\" >\r\n\t\t\t<a href=\"http:\/\/www.minisail.com\/wp-content\/blogs.dir\/4\/files\/vergolden\/241208-021.jpg\" title=\"Die &quot;Labor&quot;Ausstattung\" class=\"highslide\" onclick=\"return hs.expand(this, { slideshowGroup: 'set_125' })\" >\r\n\t\t\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"241208-021.jpg\" alt=\"241208-021.jpg\" src=\"http:\/\/www.minisail.com\/wp-content\/blogs.dir\/4\/files\/vergolden\/thumbs\/thumbs_241208-021.jpg\" width=\"115\" height=\"115\" \/>\r\n\t\t\t\t\t\t\t<\/a>\r\n\t\t<\/div>\r\n\t<\/div>\r\n\t\r\n\t\t\r\n \t\t\r\n\t<div id=\"ngg-image-1000\" class=\"ngg-gallery-thumbnail-box\"  >\r\n\t\t<div class=\"ngg-gallery-thumbnail\" >\r\n\t\t\t<a href=\"http:\/\/www.minisail.com\/wp-content\/blogs.dir\/4\/files\/vergolden\/gold-001.jpg\" title=\"Das Sherryglas hat gerade die richtige Gr\u00f6\u00dfe.\" class=\"highslide\" onclick=\"return hs.expand(this, { slideshowGroup: 'set_125' })\" >\r\n\t\t\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"gold-001.jpg\" alt=\"gold-001.jpg\" src=\"http:\/\/www.minisail.com\/wp-content\/blogs.dir\/4\/files\/vergolden\/thumbs\/thumbs_gold-001.jpg\" width=\"115\" height=\"115\" \/>\r\n\t\t\t\t\t\t\t<\/a>\r\n\t\t<\/div>\r\n\t<\/div>\r\n\t\r\n\t\t\r\n \t\t\r\n\t<div id=\"ngg-image-1001\" class=\"ngg-gallery-thumbnail-box\"  >\r\n\t\t<div class=\"ngg-gallery-thumbnail\" >\r\n\t\t\t<a href=\"http:\/\/www.minisail.com\/wp-content\/blogs.dir\/4\/files\/vergolden\/gold-013.jpg\" title=\"Das fertige Sortiment der vergoldeten Teile.\" class=\"highslide\" onclick=\"return hs.expand(this, { slideshowGroup: 'set_125' })\" >\r\n\t\t\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"gold-013.jpg\" alt=\"gold-013.jpg\" src=\"http:\/\/www.minisail.com\/wp-content\/blogs.dir\/4\/files\/vergolden\/thumbs\/thumbs_gold-013.jpg\" width=\"115\" height=\"115\" \/>\r\n\t\t\t\t\t\t\t<\/a>\r\n\t\t<\/div>\r\n\t<\/div>\r\n\t\r\n\t\t\r\n \t \t\r\n\t<!-- Pagination -->\r\n \t<div class='ngg-clear'><\/div>\n \t\r\n<\/div>\r\n\r\n<br \/>\nDa erinnerte ich mich, dass wir vor vielen Jahren in der Firma einmal Beschlagteile verchromt hatten. Die Ausr\u00fcstung daf\u00fcr stammte von Conrad-Elektronik. Was lag n\u00e4her, als dort nachzuforschen. Unter dem Suchbegriff &#8222;Galvanisieren&#8220;  fand ich alles, was ich suchte. Im Set war neben ein paar Kabeln eine Wanne, verschiedene Widerst\u00e4nde, Anodenbleche, weiteres Material und eine kurze, aber ausreichende Anleitung.<br \/>\nIch bestellt die unten aufgelisteten Artikel und war sehr gespannt! Geizig wie ich bin, habe ich die kleinste Menge Goldelektrolyt (30ml) bestellt, um sp\u00e4ter zu merken, dass es zu wenig war. Dadurch verlor ich Zeit und hatte Extraportokosten! Zus\u00e4tzlich schaffte ich noch ein Netzteil f\u00fcr 3V &#8211; 500mA an.<\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Galvanisier-Set<\/td>\n<td>Zubeh\u00f6r<\/td>\n<td>527983-LN<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">15,95\u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Gold-Elektrolyt<\/td>\n<td>100ml<\/td>\n<td>530832-LN<\/td>\n<td>25,90\u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Kupfer-Elektrolyt<\/td>\n<td>250ml<\/td>\n<td>531227-LN<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">7,48\u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Nickel-Elektrolyt<\/td>\n<td>250ml<\/td>\n<td>531057-LN<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">9,53\u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Nickel-Anodenblech<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td>531456-LN<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">5,93\u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Dann ging es ans Werk. Die Gravuren habe ich vor der Prozedur mit Plastik-Farbe (Humbrol \/ Revell) ausgelegt und die Reste sauber entfernt. Das Galvanisieren begann. Um Fl\u00fcssigkeit zu sparen verwendete ich an Stelle der recht gro\u00dfen Wanne ein Sherryglas bzw. ein Reagenzglas. Von den Anodenblechen schnitt ich ca. 10mm breite Streifen ab. Die Teile wurden mit einem Glasfaser-Radierer blank gerieben und so die Oxydschicht entfernt. Das Foto zeigt eines der ovalen Bullaugen im Bad. Ich habe jedes Teil f\u00fcr sich galvanisiert. Das kostete zwar Zeit aber mir war das sicherer. Da ich die Widerst\u00e4nde hintereinander gel\u00f6tet hatte, konnte ich die Stromst\u00e4rke gut zwischen 60 und 100mA einstellen. Nach wenigen Minuten wurde der gew\u00fcnschte Belag schon sichtbar. Jedes Teil blieb zwischen 15 und 30min im Bad. \u00dcber die Schichtdicke kann ich nichts sagen, nur soviel, dass sie gereicht hat, um den n\u00e4chsten Arbeitsgang zu erm\u00f6glichen. Auch hatte ich das Gef\u00fchl, dass die letzten Teile l\u00e4nger brauchten, um den Belag zu bilden. Er ver\u00e4nderte dann auch sein Aussehen und wurde beim Kupferbad dunkel. Mit dem Poliertuch lie\u00df sich aber das gew\u00fcnschte Aussehen wieder erreichen.<br \/>\nBeim Vergolden wurden die letzten Teile sehr unansehnlich. Nach dem Polieren war stellenweise der Nickelbelag wieder sichtbar. Offensichtlich was die L\u00f6sung verbraucht und &#8211; siehe oben &#8211; ich durfte nochmal anfangen!<br \/>\nEin wichtiger Tipp: Die verwendeten L\u00f6sungen NICHT zur\u00fcck in die Flasche! Sie w\u00fcrden den ganzen Rest verderben! Die Fl\u00fcssigkeiten auf Papiert\u00fccher gie\u00dfen und eintrocknen lassen. Dann darf man alles im Restm\u00fcll entsorgen.<br \/>\nIch denke, die M\u00fche hat sich gelohnt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der ALBATROS gab es ein paar Beschlagteile, die aus Messingbronze gegossen waren. Um diese in Messing nachzubauen waren einige L\u00f6tarbeiten n\u00f6tig. Die L\u00f6tstellen sollten aber nicht sichtbar bleiben. 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